Bekannterweise haben Lokalderbys ihre eigenen Gesetze, im Fall des Heimspiels der HSG Krefeld gegen den TV Korschenbroich ließen die Gastgeber allerdings keinen Zweifel beim 33:23-Sieg aufkommen, wer der Favorit und wer der Außenseiter war. Bei der HSG gab es vor der Partie eine kleine Hiobsbotschaft, da Gerrit Kuhfuß erkrankt ausfiel. Dies hinderte die Krefelder Eagles allerdings nicht daran einen Traumstart hinzulegen. 5:0 stand nach fünf Minuten auf der Anzeigetafel, davon fielen vier Treffer in Kontersituationen. Zu diesem frühen Zeitpunkt fuhr die HSG nicht nur eine gute Abwehrreihe auf, sondern sie hatte auch den seit Wochen in bärenstarker Form agierenden Philipp Ruch im Tor, der ein ums andere Mal die gegnerischen Würfe entschärfte. Erst in der 11.Minute kam Korschenbroich zu seinem ersten Treffer, der das zwischenzeitliche 8:1 bedeutete. Ab der 14. Minute dann ein kleiner Schockmoment, denn Abwehrchef Damian Janus musste verletzungsbedingt das Spielfeld verlassen. Dieser Umstand ergab dann einen Bruch im Krefelder Spiel. Der komfortable Neun-Tore-Vorsprung schmolz immer mehr, in der 24. Minute waren die Gäste auf 12:10 heran gekommen. Korschenbroich zeigte sich fortan besser auf Krefeld eingestellt und auch bei den präzisen Würfen auf das Tor hatte Philipp Ruch kaum eine Chance. Dennoch ging Krefeld mit einer 16:13-Führung in die Halbzeitpause.

 

Der Beginn des zweiten Spielabschnittes war zunächst geprägt von Fehlwürfen auf beiden Seiten, Simon Ciupinski war es dann, der in der 34. Minute den ersten Treffer in der zweiten Halbzeit markierte. Doch dann festigten sich die Gastgeber immer mehr, erfolgreiche Korschenbroicher Würfe aus dem Rückraum waren Mangelware. Bis zur 52. Minute zog Gästetrainer Ronny Rogawska alle Register um das Spiel zu drehen, die aber wirkungslos verpufften. In den verbleibenden acht Spielminuten war dann auch die letzte Gegenwehr der Gäste gebrochen, die sich vorzeitig mit ihrem Schicksal abgefunden hatten.


"Wir haben traumhaft begonnen, aber ich wusste auch, dass wir das so nicht über die gesamte Spielzeit leisten können. Der Ausfall von Damian tat natürlich sehr weh, denn er hat sich als wichtiger Baustein in unserer Abwehr etabliert", sagte HSG-Trainer Olaf Mast nach dem Spiel.