Richtig niederschlagen wirkten die Spieler der HSG Krefeld nach der 21:22-Heimniederlage gegen den TuS Ferndorf. Dabei hatten sie allen Grund den zahlreichen Applaus ihrer Fans mit erhobenen Kopf nach der Partie entgegen zu nehmen. Einzig HSG-Trainer Dusko Bilanovic zeigte sich trotz der Niederlage Stolz über die zuvor gezeigte Leistung. 60 Minuten lang hatten seine Schützlinge demTabellenführer nicht nur Paroli geboten, sondern auch am Rande des ersten Punktverlustes gehabt.

Von der ersten Minute an wurden allen Beteiligten schnell klar, dass es eine körperlich betonte Partie werden würde, denn auf beiden Seiten ging es in der Abwehr sehr robust zu. Dies bekam nach zwei Minuten schnell Marcel Görden zu spüren, der sein zerrissenes Trikot zu diesem Zeitpunkt schon wechseln musste. Obwohl das Tempo hoch war, nutzen sowohl die Eagles als auch die Gäste die Zeit im Angriff, so dass die Schiedsrichter fast jeden zweiten Angriff Zeitspiel anzeigten. Obwohl Ferndorf mit dem ersten Tor vorlegte, glich Krefeld immer wieder aus und ging seinerseits zwischendurch 7. und 10. Minute selber in Front. Nach einer Zeitstrafe gegen Abwehrchef Jonas Vonnahme erspielte sich Ferndorf erstmals einen Zweitore-Vorsprung. Doch in Sicherheit dürfte sich der Ligaprimus nicht wiegen, denn Krefeld fightete sich immer wieder zurück und so ging es mit einem 11:12 aus Krefelder Sicht in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel hatte Ferndorf zunächst den besseren Start, denn nach 38 Minuten hieß es 13:16. Doch selbst dieser Spielstand ließ die Krefelder Spieler, die unbedingt punkten wollten, nicht verzweifeln. Nach dem 16:16 durch Hendrik Schiffmann war in der 44. Minute wieder alles offen.

In den letzten vier Minuten entschied sich das Spiel langsam in Richtung Ferndorf. Nachdem die HSG mit 20:19 in Führung gegangen war, kam es in der Krefelder Abwehr beim Spiel eins gegen eins vermehrt zu kleinen Fehlern bei den Gastgebern. Die Ferndorfer spielten gleichzeitig ihre Erfahrung aus, indem sie ihre Angriffe punktgenau abschlossen und der große Kampf der HSG nicht belohnt wurde. „Das war echt Schade. Meine Mannschaft hat echt gekämpft und hätte sich einen Punkt verdient gehabt“, sagte Bilanovic, während sich die Ferndorfer freuten noch mit einem blauen Auge davongekommen zu sein und weiterhin mit einer weißen Weste die Tabelle anzuführen.