Die HSG Krefeld unterlag vor einer tollen Kulisse im Derby beim TV Korschenbroich knapp aber nicht unverdient 29:31 (14:15). Ausschlaggebend für die erste Niederlage im direkten Vergleich mit dem Nachbarn war u.a. die Vielzahl an technischen Fehlern.

Die Gäste mussten nach wie vor auf drei ihrer zentralen Abwehrspieler verzichten, die auch im Angriff schmerzlich vermisst werden. Aber Marcel Görden, Michael Heimansfeld und Stephan Pletzt konnten und können das Team nur noch hinter der Bank unterstützen.

Zunächst war die Partie ausgeglichen bevor sich die Samt- und Seidenstädter eine leichte Führung erspielen konnten (13. Minute / 8:5). Doch unnötige Zeitstrafen sorgten dafür, dass der TVK das Spiel wenden konnte und seinerseits eine Dreitoreführung erzielte. Zur Pause war noch alles offen.

 

Die Schwarzgelben übernahmen anschließend wieder das Kommando (38. Minute / 20:18).

Nun entwickelte sich bis zum Ende ein munterer Schlagabtausch mit ständig wechselnder Führung. Der TVK führte 30 Sekunden vor dem Abpfiff mit 30:29 und HSG-Coach Olaf Mast nahm sein letztes Teamtimeout. Ein letzter Spielzug wurde besprochen und der Torwart gegen einen weiteren Feldspieler ausgetauscht. Doch als wenn es noch eines weiteren Beispiels gebraucht hätte, landete ein Pass ohne Not auf dem Fuß eines Mitspielers. Der TVK kam so zu einem unverhofften leichten Ballgewinn und brachte den Erfolg über die Zeit.

„Leider fehlte es heute an zu vielen Dingen, um ein Derby gewinnen zu können. Zum einen fehlte die sonst bei meinem Team in solchen Spielen immer vorhandene hohe Motivation zum anderen sorgten die vielen unnötigen Zeitstrafen sowie technischen Fehler dazu, dass wir dem TVK den Sieg quasi geschenkt haben.“ so ein sehr enttäuschter HSG-Trainer Mast mit seinem Fazit.

Brisant weiter geht es für die HSG am kommenden Sonntag zu Hause gegen den Longerischer SC.