Mit einem verdienten 32:20 (15:9)-Erfolg gegen die SG Menden Sauerland Wölfe feierte die HSG Krefeld vor der Rekordkulisse von 1.481 Besuchern in der Glockenspitzhalle endgültig den Titel als Westdeutscher Meister und qualifizierte sich für die Relegationsspiele gegen den Ersten der Nordgruppe um den Aufstieg zur zweiten Liga. Nach der Schlusssirene in der äußerst Stimmungsvollen Glockenspitzhalle brachen alle Dämme. Spieler und Fans feierten gemeinsam den ersten Titel der Vereinsgeschichte. Dabei zeichnete sich der Erfolg von Beginn an ab, denn die Eagles zeigten vor allem eine starke Defensivleistung und ließen fast keine Gegentreffer zu. Einen Schreckmoment gab es allerdings in der 13. Minute, als Kapitän Marcel Goerden nach einem Zweikampf verletzt liegenblieb und nach längerer Behandlung blutend in die Kabine ging und nicht auf das Spielfeld zurückkehrte. Die Schwere seiner Verletzung ist noch nicht bekannt und wird erst in einer Untersuchung am Montag ermittelt. Die Eagles aber waren nur kurz geschockt und legten dann, gestützt auf den erneut überragenden Torwart Max Jäger, der serienweise tolle Paraden hinlegte, über 60 Minuten eine souveräne Leistung hin und siegten am Ende ungefährdet und klar mit 32:20. Schon vor Spielende gab es auf der Bank der Eagles, die mit Standing Ovations gefeiert wurden, Jubelszenen. Was folgte,waren Begeisterung und Feierlichkeiten auf der Platte. Standesgemäß hatten die Krefelder ihre Meister-Tshirts bereit und feierten zunächst in der Halle mit den Fans, ehe sie sich alle auf den Weg in die Sportsbar Karussell am Eisstadion machten, wo sie die Nacht zum Tage machten.

„Wir werden sicherlich nicht im Dunklen nach Hause gehen“, hatte Geschäftsführer Thomas Wirtz schon im Vorfeld gesagt. Und auch Tim Gentges sagte: „Jetzt trinken wir erstmal das Karussell leer – und dann den Rest von Krefeld.“ Philipp Liesebach, mit fünf Toren zweitbeter HSG-Werfer und gemeinsam mit Jäger einer der Spieler des Spiels sagte: „Vor dieser Kulisse und Atmosphäre diesen Titel zu holen ist unbeschreiblich. Jetzt wird erst einmal gefeiert!“ Dieser Feierlichkeit wird sicher nicht all zu früh enden.