Eine schwere Aufgabe hat die HSG Krefeld am Samstag um 19 Uhr mit dem TV Emsdetten vor der Brust. Der Gast steht in der ewigen Tabelle der 2. Handball-Bundesliga auf dem ersten Platz und wird nach zwei Niederlagen zu Saisonbeginn in Krefeld sicher die ersten Punkte der neuen Spielzeit anstreben. Gleiches gilt allerdings auch für die Eagles, die in der Vorwoche nach einem starken Spiel in einem regelrechten Herzschlagfinale mit 19:20 gegen den DJK Rimpar Wölfe unterlagen. Das Spiel gegen Emsdetten ist dabei nicht nur für die Tabelle wichtig. Für Eagles-Neuzugang Mike Schulz ist es auch ein Stück weit eine Reise in die Vergangenheit. Ein Jahr vor dem heutigen sportlichen Leiter der HSG, Stefan Nippes, spielte der Außen für den TVE. „Ich war von 2012 bis 2014 dort. Ich bin mit Emsdetten in die Bundesliga aufgestiegen und habe dort ein Jahr Bundesliga gespielt. Leider sind wir sofort wieder abgestiegen“, erinnert sich der Neuzugang. Eine besondere emotionale Bindung sei es aber heute nicht mehr. „Es ist ja schon lange her, dass ich dort war, und es gibt keine Spieler mehr, mit denen ich noch zusammen gespielt habe. Nur der Stadionsprecher und der Co-Trainer, die beide Institutionen in Emsdetten sind, sind noch da“, sagt Schulz.

Vom Gegner erwartet er eine engagierte Leistung, sieht Emsdetten aber nicht ganz so reif, wie beispielsweise Lübeck-Schwartau am ersten Spieltag. „Der TVE hat eine ziemlich junge Mannschaft, der sicher hier und da die Routine fehlt. Sie werden intensiv angreifen und über ihre individuelle Klasse kommen. Da müssen wir die Ruhe bewahren und unser Spiel durchziehen. Wir müssen kompakt stehen und schnell umschalten“, sagt der 28-Jährige. Wichtig sei auch, das Spiel über Außen zu intensivieren. „Wir haben in den ersten beiden Spielen nicht sehr viel über die Außen gespielt. Das ist natürlich bei einem neuen Trainer, einem neuen System und vielen neuen Spielern. Aber wenn wir das verstärken, dann öffnet das auch Räume für den Kreis oder den Rückraum“, ist sich der ehemalige Bundesligaspieler sicher. Gegen Emsdetten dürfe das Team nicht so viele Fehler machen, wie beispielsweise in der ersten Halbzeit gegen Rimpar. „Emsdetten hat ein schnelles Team und wird Fehler gnadenlos nutzen“, vermutet er.

Die Leistung gerade in der zweiten Halbzeit gegen die Wölfe macht den Eagles aber Mut. Und so glaubt auch Schulz, wie alle anderen Spieler, dass die ersten Punkte am Samstag möglich sind. Wichtig wäre dafür natürlich auch möglichst reichhaltige Unterstützung von den Rängen. Karten für alle Kategorien sind noch an der Abendkasse erhältlich. Diese öffnet 90 Minuten vor Spielbeginn.