Die HSG Krefeld muss weiter auf die ersten Punkte in der 2. Handball Bundesliga warten. Die Schwarz-Gelben zeigten gegen Aufstiegsaspirant TuS N-Lübbecke erneut eine couragierte und vor allem in der Abwehr sehr gute Leistung, waren aber im Angriff einmal mehr zu harmlos im Angriff und kamen erneut nur zu 19 Treffern. Damit blieb das Team von Arnar Gunnarsson erneut unter 20 eigenen Treffern. Damit reichte auch die einmal mehr hervorragende Defensivleistung mit 24 Gegentreffern erneut nicht zu Punkten. Schon vor Spielbeginn sah es für den Aufsteiger nicht gut aus, denn die Zahl der Ausfälle war auf ein halbes Dutzend gestiegen, weil David Hansen sich am Morgen mit Rückenbeschwerden abgemeldet hatte. Da Toni Sario wegen eines grippalen Infekts ebensowenig einsatzfähig war, wie Sebastian Schöneseiffen, Henrik Schiffmann, Max Zimmermann und Frederik Stammer, gab es im Rückraum kaum Möglichkeiten, zu wechseln.

Trotzdem begannen die Gäste couragiert und ließen gleich zu Spielbeginn kaum Chancen für den ehemaligen Bundesligisten zu. Nach sechs Minuten stand es 1:1. Auch nach einer Viertelstunde war das Spiel beim Stand von 5:4 eng. Dann aber kam, was auch in den ersten Spielen der Saison den Eagles das Genick gebrochen hatte: Eine schwache Viertelstunde, in der offensiv nichts zusammen lief und viele freie Würfe vergeben wurden. Und so wuchs der Rückstand zur Pause auf sechs Tore (6:12) an.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste couragiert zurück und kämpften sich, geführt vom erneut sehr guten Simon Ciupinski, auf drei Treffer heran. Doch gegen Mitte des zweiten Durchgangs ging dem Team, das kaum wechseln konnte, spürbar etwas die Luft aus. Auch die Abwehr stand jetzt nicht mehr ganz so bombenfest, wie zuvor und so wuchs der Rückstand zwischenzeitlich wieder auf sechs Treffer an. Trotzdem aber blieb das Team kampfstark und versuchte, das Ergebnis knapp zu gestalten. Am Ende aber blieb eine 19:24-Niederlage, die sich im Positiven, wie im Negativen nahtlos in die bisherigen Auftritte einreiht. Die Eagles bleiben ein Team, das mit seiner starken Defensive jedem Team Probleme machen kann, dem aber in der Offensive die Lösungen noch fehlen. Trotzdem sind Ansätze der Besserung zu sehen. Die Chancen sind da, allerdings werden zu viele freie Würfe, die zuvor oft stark herausgespielt werden, vergeben.

Weiter geht es für die Eagles in gut einer Woche, am kommenden Samstag, mit einem Heimspiel gegen den EHV Aue (19 Uhr).

HSG: Toth, Keutmann – Jäger (4), Wöstmann, Cutura (4), Janus, Roosna (3), Vonnahme, Luciano, Gentges, Schulz, Cuipinski (3), Brüren (5/3)