Mit neuer Konzentration und voller Energie geht die HSG Krefeld ins Derby gegen den TSV Bayer Dormagen. Die Niederlagen der vergangenen Wochen sind abgehakt. Am Montag versammelte der sportliche Leiter Stefan Nippes das Team um sich und forderte in einem intensiven Gespräch besonderen Fokus ein. Von einigen Spielern forderte er in einer eindringlichen Ansprache auch etwas mehr Kampfgeist in entscheidenden Situationen. Auch Einzelgespräche führte der Aufstiegstorwart. Er schwor das gesamte Team darauf ein, am Freitag ab 20 Uhr alles auf der Platte zu lassen, um die so lange erhofften ersten Punkte in der 2. HBL zu holen.

Leicht wird das freilich nicht. Nicht allein aufgrund der Klasse des Teams von Ex-Eagles-Coach Dusko Bilanovic, sondern auch, weil einige Spieler angeschlagen sind. Damian Janus verletzte sich in Ferndorf erneut an der Schulter. Zwar konnte er weiter spielen, wird aber unter der Woche nochmals genauer untersucht. Sein Einsatz ist gefährdet. Toni Sario laborierte schon am Wochenende an Problemen mit dem Fuß und spielte deshalb in Ferndorf nur wenig. KC Brüren hat Probleme mit dem Arm. Norman Toth schlägt sich mit Rückenproblemen herum und Dorian Wöstmann erlitt im Siegerland kurz vor Schluss bei einem Foul seines Gegenspielers, der dafür des Feldes verwiesen wurde, einen ausgerenkten Kiefer. Er wird trotz Schmerzen spielen können, war aber von den Reaktionen des Publikums, das ihm Schauspielerei vorwarf, bei aller verständlicher Emotionalität spürbar erschüttert. Alle Spieler wollen sich aber wenn irgend möglich in den Dienst des Teams stellen und am Freitag auflaufen und mit der Unterstützung der hoffentlich zahlreichen Fans die Punkte holen.

Unterdessen verläuft der Vorverkauf für die Begegnung gut. Bereits jetzt sind rund 600 Tickets abgesetzt. Auch aus Dormagen wird eine große Delegation erwartet. Darum wird der Block N zu einem Premium-Sitzplatzblock für Fans „der Wiesel“ umgewidmet. Aufgrund des zu erwartenden großen Andrangs weist die HSG Krefeld darauf hin, dass ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden sind. Ist der Parkplatz unmittelbar an der Glockenspitzhalle belegt, so gibt es wenige hundert Meter entfernt den großen kostenfreien Parkplatz am Fußballstadion Grotenburg. Trotzdem empfiehlt es sich für Besucher aus Krefeld, wenn möglich den ÖPNV oder das Fahrrad zu nutzen.