David Hansen steht nicht mehr im Team der HSG Krefeld. Der Vertrag mit dem Rückraumspieler wurde nun in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst. Damit reagieren beide Seiten auf die bislang ausbleibenden Erfolge. Gerade der 28 Jahre alte Rechtshänder, in der Aufstiegssaison noch eine elementare Stütze des Teams und einer der gefährlichsten Werfer der Eagles, kam unter dem neuen Trainer Arnar Gunnarsson kaum zum Zuge und so wuchs bei beiden Vertragspartnern die Unzufriedenheit. In der Länderspielpause setzten sich die Verantwortlichen der Eagles mit ihm zusammen und die Beteiligten kamen überein, den Vertrag mit dem 2018 aus Leichlingen gekommenen Aufstiegshelden aufzulösen. „Leider schaffte es David in dieser Saison nur noch recht selten in das Team. Die oft sehr guten Leistungen der Vorsaison vermochte er so nicht zu bestätigen. Das führte bei ihm zu viel Frust und auch wir brauchen in der aktuellen Situation Spieler, die Impulse setzen. Für David ist das die Chance zu einem Neuanfang, für uns könnte sich so die Möglichkeit ergeben, mit dem freI gewordenen Kaderplatz und dem eingesparten Budet vielleicht noch einmal personell zu reagieren. Wir sind in Gesprächen, noch ist aber nichts spruchreif“, sagt der sportliche Leiter Stefan Nippes und fügt hinzu: „Wir danken David ganz ausdrücklich für seine Leistungen hier. Er war im Vorjahr einer unserer absoluten Leistungsträger und hat einen großen Anteil am Aufstieg, dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte, sowie der rekordverdächtigen Vorsaison.“

Auch Hansen selbst geht im Guten und ohne Groll. „Es war eine schöne Zeit und der Aufstieg wird auf ewig unvergesslich bleiben. Schade, dass es in der aktuellen Saison nicht so läuft, aber unter den gegebenen Voraussetzungen ist es so das Beste für alle Seiten. Ich denke, wir können uns jederzeit in die Augen sehen“, sagt der 1,93 m große gebürtige Düsseldorfer.

Schon im Heimspiel am Sonntag gegen den HC Elbflorenz Dresden wird Hansen nicht mehr im Kader stehen. Die Eagles, alle Verantwortlichen und seine bisherigen Teamkameraden wünschen dem sympathischen Rechtshänder alles Gute für die Zukunft. Auch weiterhin wird der im Hauptberuf für die Stadt Krefeld arbeitende ehemalige deutsche A-Jugendmeister ein gern gesehener Gast am Glockenspitz sein.