Mit einem klaren 22:29 (13:14) im Heimspiel gegen den HC Elbflorenz Dresden bliebt die HSG Krefeld auf dem letzten Tabellenplatz der 2. HBL. Dabei zeigten die Schwarz-Gelben eigentlich eine gute Leistung, erlaubten sich aber hin und wieder zu unkonzentrierte Abschlüsse und Fehler, die am Ende für die klare Niederlage sorgten.

Die Partie sah von Beginn an Eagles, die deutlich machten, dass sie den zweiten Heimsieg in Folge wollten. Zwar gerieten sie zunächst in Rückstand, ließen diesen aber nicht weiter, als auf 1:3 anwachsen, sondern blieben gleich dran und glichen zum 3:3 aus. Anders, als in fast jedem Spiel der bisherigen Saison blieb eine Schwächephase aus und die Schwarz-Gelben fanden stets eine Antwort auf die Tore der Gäste. Immer wieder packte die Deckung zu und auch Frederik Stammer im Tor erwischte einen sehr guten Tag. Schon vor dem Seitenwechsel verbuchte er nicht weniger als sieben Paraden und avancierte zum Garanten für die erneut sehr stabile Abwehr der Eagles, die aber immer dann, wenn sie Chance hatten, ihrerseits in Führung zu gehen, etwas Angst vor der eigenen Courage zu bekommen schienen. So fingen sie sich kurz vor der Pausensirene den Treffer zum 13:14-Halbzeitstand. 

Nach dem Seitenwechsel mussten die Gastgeber dann zunächst in doppelter Unterzahl agieren und so wuchs der Rückstand zunächst auf vier Tore an. Doch das Team kämpfte und versuchte viel, doch jetzt kam auch viel Pech dazu. Immer wieder schlugen Abschlüsse an den Pfosten oder es kam zu unglücklichen Ballverlusten. Das nutzte der erfahren Gast aus Sachsen souverän aus und zog immer weiter davon. In der 41. Minute schien das Spiel beim Stand von 15:21 bereits vorentschieden, doch die Eagles blieben dran und kamen noch einmal heran. Drei Minuten später stand es plötzlich 18:21 und die Hausherren hatten Ballbesitz und Überzahl. Doch ein Torerfolg sprang nicht heraus und im Gegenstoß der Gäste bekam Abwehrorganisator Damian Janus seine dritte zwei-Minuten-Strafe und damit die rote Karte. Das war der endgültige Knackpunkt im Spiel, denn fortan zogen die Sachsen immer weiter davon. Binnen sieben Minuten wuchs der Rückstand auf sieben Treffer an. So blieb es nach 60 Minuten bei einem 22:29, das deutlich höher ausfiel, als der Spielverlauf es eigentlich hergab. Unter dem Strich waren aber starke Offensivleistungen von Simon Ciupinski, der gerade in der Schlussphase immer wieder erfolgreich Verantwortung übernahm, und dem besten Eagles-Werfer KC Brüren mit neun Toren, sowie eine Topleistung von Torwart Frederik Stammer nicht genug. Der Versuch des Trainers, in der Schlussphase mit einer offenen Manndeckung noch einmal einen neuen Impuls zu bringen, scheiterte, weil Dresden mit tollen Einzelaktionen und Abschlüssen dagegen hielt und die entstandenen Räume stark ausnutzte.

Für die Eagles, die mit der Niederlage im Tabellenkeller stecken bleiben, geht es am kommenden Samstag beim TV Hüttenberg weiter, ehe Bietigheim zum nächsten Heimspiel in die Glockenspitzhalle kommt.

HSG: Toth, Stammer, Keutmann – Schiffmann, Jaeger, Woestmann (2), Cutura (1), Janus, Roosna, Vonnahme, Luciano (1), Gentges, Schulz (1), Ciupinski (6), Brüren (9/4)