Weiterhin stark ersatzgeschwächt musste die HSG Krefeld am heutigen Mittwochabend beim Tabellendritten ASV Hamm Westfalen antreten. Am Ende stand eine deutliche 22:34 (13:18)-Niederlage. Dabei machte sich nach zwei starken Aufholjagden gegen Ende der Kräfteverschleiß einfach zu stark bemerkbar und der Rückstand wuchs immer weiter an, was in der deutlichen Niederlage gipfelte. So bleibt das Team auswärts weiterhin ohne Punktgewinn und muss den vielen Ausfällen in den vergangenen Wochen spürbar Tribut zollen.

Die Eagles begannen gut und waren sofort gut im Spiel. Zwei schöne Treffer von Kapitän Tim Gentges, ein Tor des stark freigespielten Dorian Wöstmann und ein Treffer von Henrik Schiffmann sorgten nach rund sieben Minuten für einen 4:5-Zwischenstand. Bis dahin sah es sehr gut aus, doch es folgte, was in dieser Saison so oft geschieht: Ein 0:6-Lauf binnen gut fünf Minuten sorgte für das frühe 11:4 für die Gastgeber und damit früh im Spiel bereits einen sehr deutlichen Rückstand für die Gäste. Die Eagles aber gaben nicht auf und wurden vom starken Gentges, der weiter gut traf, geführt. So gelang es, bis zur 23. Minute den Rückstand beim Stand von 9:14 auf fünf Treffer zu verkürzen. Diese Abstand hielten die kampfstarken Gäste dann bis zum Seitenwechsel und gingen mit 13:18 durchaus respektabel in die Pause gegen den Tabellen-Dritten.

Der Beginn des zweiten Durchgangs allerdings verlief dann wieder nicht optimal. In den ersten vier Minuten blieben die Eagles bei nur einem Treffer, während Hamm viermal jubeln durfte. Damit war der Rückstand wieder auf acht Treffer angewachsen. Erneut aber gaben die Eagles nicht auf, kämpften und kamen auf erneut vier Treffer (18:23) heran. Sogar die Chance, weiter zu verkürzen, war da, doch ein Tor von Gentges wurde zurückgepfiffen, da er sich im Kreis befunden haben sollte. Ähnlich war es auch zwei Minuten später, als die Chance, auf vier Treffer zu verkürzen, erneut ungenutzt blieb. Die Abwehr der Gastgeber agierte aggressiv und hochkonzentriert und die Egles verstanden es nicht, sich dagegen durchzusetzen. Beide Teams aber leisteten sich jetzt viele Fehler im Abschluss, so dass die Eagles es weder verstanden, zu verkürzen, noch Hamm, sich weiter abzusetzen. Gerade bei den Krefeldern machte sich nun zusehends der Kräfteverschleiß bemerkbar. Wie schon gegen Hüttenberg fehlte in den entscheidenden Momenten ein halber Schritt und so lief vor allem in der Offensive nicht mehr viel zusammen. Mehr als zehn Minuten mussten die mitgereisten Fans warten, bis auf das 19. Eagles-Tor Treffer Nummer 20 folgte. Diesen erzielte Josip Cutura in Überzahl. Hamm begann jetzt sogar zu zaubern und erzielte durch einen tollen Kempa-Trick das 33:20 durch Jan Pretzewofsky. Immerhin legten die Eagles noch zwei Treffer hin und so endete das Spiel mit 22:34 aus Gästesicht.

Damit blieben die Krefelder auch weiterhin mit zwei Punkten auf dem letzten Platz. Die Leistung in Hamm war über weite Strecken gar nicht schlecht, doch am Ende kostete vor allem der Kräfteverschleiß viele weitere Gegentore und so endete die Partie deutlich mit zwölf Treffern Differenz. Eine weitere sehr gute Leistung allerdings zeigte Henrik Schiffmann, der auf der Position von Toptorjäger KC Brüren mit sieben Treffern bester Werfer auf der Platte wurde.

HSG: Stammer, Toth – Schiffmann (6/1), Wöstmann (4), Cutura (1), Janus, Roosna (1), Vonnahme (1), Luciano, Gentges (4), Ciupinski (2)