Mit einem starken Auftritt, aber leider am Ende ohne das nötige Quäntchen Glück unterlag die HSG Krefeld gegen den großen Favoriten HSV Hamburg mit 26:29 (12:16). Die Eagles, die vor der tollen Kulisse von 1.444 Zuschauern beim Hallensportspektakel mit den Spielen der Schwarz-Gelben und des Crefelder HTC, sowie dem Konzert der Band Jeck United, eine vor allem kämpferisch überzeugende Leistung boten und die Zuschauer spürbar mitnahmen, bleiben damit im ersten Spiel unter dem neuen Trainergespann zwar ohne Punkte, zeigen aber eine deutliche Verbesserung in ihrer Spielweise.

Der erste Durchgang sah einen guten Start der Hausherren, die in den ersten Minuten das Spiel komplett ausgeglichen gestalteten. Besonders Karl Roosna, der zwar kaum über seine angestammte Außenposition zum Zug, aber immer wieder einrückte, war wiederholt über die Mitte erfolgreich. Doch besonders der starke Hamburger Torwart Aron Rafn Edvardsson war immer wieder zur Stelle und hielt auch mehrere freie Würfe. Mehrfach parierte er gegen den schulmäßig freigespielten Dominic Luciano, wehrte aber auch sonst einige freie Würfe ab. Damit verhinderte er, dass die Hausherren in Führung gingen, denn nach einer Viertelstunde hätte es statt 6:6 auch gut und gerne 10 oder gar 11:6 heißen können. In der Folge kam es dann wie so oft in dieser Saison: Die Eagles leisteten sich leichte Ballverluste und eine Schwächephase in der Offensive und das führte zu einem deutlichen 8:14-Rückstand nach gut 23 Minuten. Doch das Team kämpfte und gestaltete den Spielstand zur Halbzeit mit 12:16 einigermaßen eng.

Nach dem Seitenwechsel folgte dann aber wie ebenfalls so oft in dieser Spielzeit ein Negativlauf von 0:3. Damit wuchs der Rückstand auf sieben Tore an. Dann aber fing sich das Team und hielt den Rückstand für die nächsten Minuten bei fünf bis sechs Toren und kam zwischen der 47. und 48. Minute mit zwei schnellen Treffern auf drei Tore heran. Jetzt erwachte die toll besetzte Halle endgültig und die Zuschauer peitschten das Team mit Standing Ovations nach vorn. Hamburg aber reagierte routiniert undabgezockt und baute die eigene Führung in der 53. Minute erneut auf fünf Treffer aus. Einmal mehr aber zeigten die Schwarz-Gelben eine tolle Reaktion und kamen zweieinhalb Minuten vor dem Ende beim Stand von 26:28 erneut auf zwei Treffer heran. Wenig später dann einmal mehr ein Siebenmeter für den Gast und der beste Schütze der Liga, Niklas Weller, trat gegen Norman Toth an. Und der Ungar im Tor der Eagles parierte und hielt damit seinen dritten Siebenmeter in sechs Versuchen von Weller. Außerdem war er einmal gegen Lukas Ossenkopp erfolgreich. Die Halle stand jetzt Kopf, doch die Eagles vermochten keinen weiteren Trefffer zu erzielen, weil die Hamburger Abwehr hielt. Und so setzte Tobias Schimmelbauer mit der Schlusssirene den Schlusspunkt zum 26:29.

Trotz der Niederlage aber war es ein starker Auftritt der Eagles, die sicherlich die vielen Zuschauer in der Halle absolut überzeugt haben. Damit gehen die Krefelder zwar mit einer Niederlage, aber einem guten Gefühl in die Weihnachtstage. Ihren nächsten Auftritt hat die Mannschaft am zweiten Weihnachtstag zum Rückrundenauftakt gegen den VfL Lübbeck-Schwartau.

HSG: Nippes, Toth – Schiffmann (4), Schöneseiffen (4/3), Sario (4), Wöstmann, Cutura (1), Janus (1), Roosna (3), Vonnahme, Luciano, Gentges, Schulz (2), Ciupinski (2), Brüren (5)