Am Samstagabend startet die HSG Krefeld in die zweite Saisonhälfte. Genauer gesagt ist es bereits das zweite Spiel der Rückrunde. Doch nach der einmonatigen EM-Pause geht es jetzt wieder los. Für die Eagles ist es in mancher Hinsicht ein Start in ein ganz neues sportliches Leben. Trainer Felix Linden bekam das Vertrauen ausgesprochen und steht weiter an der Seitenlinie. Die Auftritte unter seiner Leitung waren zuletzt von einem deutlichen Aufwärtstrend gekennzeichnet. Daran will das Team anknüpfen. Dazu beitragen soll auch der neue Rückraumspieler Sven Eberlein. Der 19-Jährige, der unlängst aus Dormagen bzw. Neuss an den Glockenspitz gewechselt ist, soll in den kommenden Monaten und auch in der nächsten Saison eine wichtige Rolle im Schwarz-Gelben Ensemble ausfüllen. Seine Klasse deutete er bereits im ersten Testspiel mit sechs Treffern an. Überhaupt zeigten sich die Eagles in der Wintervorbereitung sehr gut. Gegen vier Teams aus den Niederlanden, drei Erstligisten und die U-21-Nationalmannschaft, gab es vier klare Siege.

Sicher, noch lief nicht alles perfekt, aber die Spielweise war besonders in der Offensive sehr viel variabler und schneller. Das sorgte für viele Treffer und das soll auch am Samstag um 19 Uhr im Spiel bei den Rimpar Wölfen so sein. Das Hinspiel war für die Eagles eines der dramatischsten der Saison. Nach hohem Halbzeitrückstand kam das Team zurück und ging kurz vor Schluss sogar in Führung. Am Ende aber reichte es nicht und der Aufsteiger unterlag knapp mit 19:20. Das soll am Samstag anders werden. Nicht nur wollen die Eagles die Revanche für den zweiten Spieltag, auch soll der erste Auswärtssieg der Saison folgen.

„Wir denken nicht an die Tabelle. Wir sind alles gute Jungs und wollen in der Rückrunde so viele Spiele wie möglich gewinnen“, sagt Neuzugang Eberlein. Und auch Trainer Linden stimmt zu. „Wichtig ist, unseren Fans eine gute Rückrunde zu bieten. Wenn am Ende noch etwas gehen sollte, dann nehmen wir das natürlich mit. Aber erst einmal wollen wir guten Handball bieten. Weiter denken wir nicht“, sagt der neue Hauptübungsleiter. In Rimpar will der seinen erste Zweitligasieg als Hauptverantwortlicher feiern. Die Einstellung auf Krefelder Seite ist klar: Von Angriff zu Angriff, von Halbzeit zu Halbzeit denken und dann schauen, was geht. Auch, wenn die Planungen eher in Richtung Drittklassigkeit gehen: Ganz haben die Spieler und Verantwortlichen die Hoffnung auf den Klassenverbleib noch nicht aufgegeben. Das wollen sie morgen zeigen. Und irgendwie ein Stück weit ein neues sportliches Leben beginnen.