Am Samstagabend um 19 Uhr empfängt die HSG Krefeld im HSC 2000 Coburg den Tabellenführer der 2. HBL. Für die Eagles ist es sportlich ohne Frage eine extrem schwere Aufgabe, denn Coburg kommt nicht nur mit den meisten Punkten der Liga, sondern auch dem zweitbesten Angriff und der fünftbesten Abwehr an den Niederrhein. Elf Punkte gab die Mannschaft bislang in dieser Saison ab. Allerdings, und das ist vielleicht der Hoffnungsschimmer für die Gastgeber: sämtlich in der Fremde. Doch auch in der Auswärtstabelle stehen die Mannen aus Baden-Württemberg auf Rang vier in der Liga.

Für die Eagles wird es nicht zuletzt darauf ankommen, stabil in der Deckung zu stehen und die gefährlich Offensive um den besten Werfer der Liga, Florian Billek, der schon 155 Mal einnetzte, in den Griff zu bekommen. Trotz dessen starker Werte sagt HSG-Trainer Felix Linden: „Sie haben jetzt gar nicht den einen Einzelstar, den man ausschalten könnte. Sie sind ein sehr kompaktes, ausgeglichenes Team, das über alle Positionen gefährlich ist.“ Coburg sieht er als einen der absoluten Aufstiegsfavoriten und die Aufgabe damit als schwer an. Aufgeben will er aber nicht. „Wir haben uns einige Dinge überlegt. Wichtig wird sein, dass wir gute Würfe im Angriff nehmen, um Coburg nicht ins Konterspiel kommen zu lassen“, gibt er als Ziel vor. Viel Respekt hat der junge Krefelder Übungsleiter auch vor seinem Gegenüber Jan Gorr. „Er ist ein sehr guter Trainer, der nicht umsonst schon Co-Trainer der Nationalmannschaft war“, befindet er.

Für sein Team sei es eine Ehre, gegen ein so gutes Spiel zu spielen. Wichtig sei auch, die Aggressivität an den Tag zu legen, die sein Team bereits in Aue in der Defensive zeigte. Personell müssen die Eagles neben Abwehrchef Damian Janus und dem Langzeitverletzten Max Zimmermann vermutlich auch auf Sebastian Schöneseiffen verzichten, der sich mit einer Verletzung am Fuß herumschlägt. Auch der Einsatz von Torwart Norman Toth ist nach einer Trainingsverletzung zumindest fraglich. Sollte er nicht spielen können, könnte der junge Paul Dreyer zu seinem Debüt als Starter kommen, denn Frederik Stammer ist mit Knieproblemen weiterhin nicht bei 100 Prozent.

Doch trotz aller personellen Probleme: Die Eagles wollen alles in das Spiel hineinwerfen und den großen Favoriten ärgern oder sogar für eine Sensation sorgen, denn das Ziel, noch Spiele in dieser Saison zu gewinnen, bleibt bestehen.

Da am Wochenende im Umland viele unterklassige Handballspiele ausfallen, wäre es die ideale Möglichkeit für viele Handballfreunde aus den entsprechenden Regionen, die ihrem Sport gern frönen würden, in der Glockenspitzhalle vorbei zu schauen. Denn neben den heimischen Eagles gibt es immerhin die derzeit beste Deutsche Zweitligamannschaft zu sehen – und das in einer Liga, die Experten durchaus zu den stärksten der Welt – vor vielen Eliteklassen – zählen. Tickets jedenfalls sind noch in allen Kategorien erhältlich.