Die Rechtsaußenposition bei der HSG Krefeld für die kommende Spielzeit ist besetzt. In Steffen Hahn, der von Nordrheinligist MTV Rheinwacht Dinslaken an den Glockenspitz wechselt, kommt dabei ein hoch interessanter Spieler, auf den speziell der sportliche Leiter der Eagles, Stefan Nippes, große Stücke hält. „Ich habe vor etwa fünf Jahren gegen Steffen gespielt und dachte schon damals, dass er ein großes Talent ist. Schon damals sagte ich mir, dass er einer der ersten Spieler ist, die ich verpflichten würde, wenn ich einmal in eine solche Position komme“, erzählt der Verantwortliche der HSG Krefeld. Und so war der am 12. Oktober 1995 geborene 24 Jahre alte Linkshänder der erste Spieler, mit dem er in Vorbereitung auf die kommende Spielzeit Kontakt aufnahm.

„Steffen ist nicht nur offensiv ein guter Spieler. Er ist einer der besten Rechtsaußen in der Nordrheinliga und verfügt trotz seiner jungen Jahre bereits über viel Erfahrung. Er hat auch große Qualitäten in der Abwehr und ist hier auch durch seine Größe ein knallharter, sehr aggressiver Spieler. Er kann neben der Außenposition auch auf der Halbposition verteidigen, was durchaus ungewöhnlich ist. Insgesamt ist er ein ganz anderer Spielertyp, als Mike Schulz, mit dem er das Gespann bilden wird. Das macht uns als Team variabler und ganz schwer auszurechnen“, freut sich Nippes über den Neuzugang, dem er die Anpassung aus der tieferen Liga absolut zutraut.

Der mit 1,97 Meter Größe und 102 Kilogramm Gewicht durchaus Hünenhafte Neuzugang, für einen Außenspieler sicherlich sehr ungewöhnliche Körpermaße, selbst freut sich ebenfalls auf die neue Aufgabe und die Herausforderung, die ihn nach Lage der Dinge möglicherweise sogar in die zweite Liga spült, wenn es aufgrund der Corona-Krise keine Absteiger geben sollte. „Ich möchte gern noch einmal eine professionellere Schiene einschlagen. Dafür ist Krefeld ein sehr guter Ort für mich. Außerdem möchte ich mir beweisen, wozu ich sportlich in der Lage bin. Natürlich steht in Krefeld ein Umbruch an, aber mit den Leuten, von denen ich bisher weiß, dass sie kommen, können wir eine sehr gute Rolle in der dritten Liga spielen. Sollte es zweite Liga werden, würde ich mich darüber auch freuen. Ich komme aus der Regionalliga und könnte dann sehr befreit aufspielen und mich Woche für Woche weiter entwickeln. Das wäre für mich ein gewaltiger Bonus und ich würde mich sehr darüber freuen. Es wäre ein Traum für mich, dort noch einmal zu spielen, denn ich habe schon kurz bei TuSEM Essen in der 2. HBL kurze Erfahrungen gesammelt“, sagt der gebürtige Dinslakener, der im Hauptberuf Elektrotechnik an einer Fachschule studiert. Seine Qualitäten will er am Glockenspitz in jedem Falle beweisen, egal, in welcher Liga die Eagles am Ende an den Start gehen.

Die Eagles bedanken sich auch ausdrücklich beim MTV Rheinwacht Dinslaken für das Entgegenkommen im Sinne des Spielers. Dabei stimmt auch Hahn selbst ein. „Ich rechne es Dinslaken unglaublich hoch an, dass sie mir diese Chance geben und den Vertrag aufgelöst haben. Es ist mein Herzensverein und das Verhalten der Verantwortlichen, dass sie mir diese Gelegenheit nicht verbauen und mich unterstützen, zeigt, dass das auf Gegenseitigkeit beruht, was mich sehr freut“, sagt der Außenspieler.