Der Saisonstart für die HSG Krefeld Niederrhein ist gelungen. Gegen eine gute TSG Haßloch siegte das Team von Felix Linden, der damit seinen ersten Pflichtspielerfolg für die Eagles feierte, mit 25:23 (11:10). Die Mannschaft steigerte sich nach nervösem Beginn, leistete sich aber dennoch zu viele technische Fehler. Hier ist noch  Steigerungspotential vorhanden.

Trotzdem sind die Verantwortlichen mit dem Ergebnis, den zwei Punkten zum Saisonauftakt, zufrieden.

Die Eagles legten im ersten Saisonauftritt einen insgesamt nervösen Beginn hin und gerieten gleich mit 1:4 in Rückstand. Dabei stand die Abwehr um den einmal mehr starken Kapitän und Torwart Oliver Krechel eigentlich gut, der Angriff aber leistete sich zu Beginn zu viele Fehler. Immer wieder scheiterten Krefelder Angreifer am starken Gästekeeper Daniel Schlingmann oder verwarfen freistehend. So ging der Ball gleich mehrfach ans Gestänge, wie bei einem schön herausgespielten völlig freien Wurf von KC Brüren, oder knapp über oder neben das Ziel, wie bei einem gefährlichen Schlagwurf von Oliver Milde. Die Gastgeber fanden erst langsam ins Spiel und lagen streckenweise mit vier Treffern zurück. Doch dann, beim Stand von 5:9, nahm Trainer Felix Linden eine Auszeit und stellte sein Team noch einmal neu ein. Der Erfolg zeigte sich sofort, denn schlagartig waren die Gastgeber präsenter und jetzt auch treffsicherer. Ein 5:0-Lauf brachte nicht nur den Ausgleich, sondern sogar die 10:9-Führung kurz vor der Pause. Zwei weitere Treffer, je einer auf beiden Seiten, brachten dann die 11:10-Pausenführung. Dabei zeigte besonders der letzte Treffer des Durchgangs, was nun anders war. Eine weitere Parade des starken Schlussmann nahm Moritz Barwitzki auf und setzte sich dann stark durch, um völlig frei einzuwerfen.

Der zweite Durchgang sah dann Eagles, die insgesamt etwas stabiler agierten. So bauten sie den Vorsprung sukzessive aus und führten streckenweise ihrerseits mit drei Treffern. Immer wieder waren aber vor allem beide Keeper die Spieler, die ihr Team immer wieder nicht nur mit tollen Paraden ins Spiel brachten, sondern auch ihre Mitspieler emotional mitrissen. Am Ende stand Oliver Krechel bei 20 teilweise spektakulären Paraden, sein Gegenüber Daniel Schlingmann kam auf 19 abgewehrte Versuche, sein Vertreter Marco Bitz wehrte zudem zwei Siebenmeter ab. Dennoch, mit zunehmender Spieldauer schienen die Eagles die Partie immer besser in den Griff zu bekommen und führten kurz vor Schluss mit drei Treffern. Dann aber drehte der Gast noch einmal auf und kam noch einmal heran. Die Eagles führten eineinhalb Minuten vor dem Ende mit zwei Toren. Marijan Basic leistete sich einen Schrittfehler, weil er das erwartete Foul nicht bekam. So gab es den nächsten Angriff der Gäste und den Siebenmeter, sowie die rote Karte für Niklas Ingenpass. Das Duell lautete Dennis Götz gegen Oliver Krechel und der HSG-Kapitän blieb Sieger und hielt damit den hart erkämpften 25:23-Sieg fest.

Nicht zufrieden war trotz des Erfolges Coach Felix Linden. „Wir haben viel zu viele Fehler gemacht. 30 technische Fehler und Fehlwürfe sind zu viel. Wir haben nur aufgrund unserer individuellen Qualität gewonnen“, monierte der Eagles-Trainer. Spieler des Spiels wurde Oliver Krechel, der sich vor allem bei den Zuschauern bedankte. Zum Spiel sagte er: „Ich habe mich sehr geärgert, dass wir so schlecht ins Spiel gekommen sind und so viele Fehlwürfe hatten. Dass wir noch in der ersten Hälfte zurückgekommen sind war wichtig für den Kopf. Mit dem Sieg können wir durchatmen.“

HSG: Stecken, Krechel – Milde, Basic (1), Schneider (5), Hahn (2), Skorupa, Schulz (5/1), Marquis (1), Braun, Barwitzki (2), Brüren (2), Jagieniak (2),Eberlein (2), Ingenpass (3)