Die HSG Krefeld Niederrhein ist mit einem ganz wichtigen und hart erkämpften und knappen 27:26 (12:17)-Erfolg in die Aufstiegsrunde zur zweiten Liga gestartet. Die Eagles mussten dabei lange einem Rückstand hinterher laufen und verdienten sich den Erfolg in der Schlussphase einer dann hitzigen Partie vor allem gestützt auf die starke Leistung von Oliver Krechel im Tor.

In den ersten paar Angriffen war beiden Teams anzusehen, dass sie sich zunächst noch in der Saison einfinden mussten. In der Folge dominierten in den ersten Minuten die Abwehrreihen, so dass wenige Tore fielen. Das änderte sich dann allerdings mit fortschreitender Spieldauer. Besonders die Gäste fanden sich langsam immer besser und zeigten eine kompakte Defensiv- und eine starke Offensivleistung. Besonders Yannik Ruppert im rechten Rückraum setzte sich immer wieder überragend durch und warf Tor um Tor. Gegen ihn fanden die Eagles im ersten Durchgang kein Mittel und er verbuchte bis zur Halbzeit bereits sieben Treffer. Auf Seiten der Hausherren leisteten sich die Angreifer im Gegensatz dazu immer wieder Ballverluste und Fehlwürfe. Lediglich Steffen Hahn war mit drei Treffern recht treffsicher. Auch Oliver Milde setzte zwei starke Schlagwürfe unter die Latte, leistete sich aber bei insgesamt drei Toren auch einige Versuche neben das Gehäuse. Verlass war hingegen auf seinen Namensvetter Oliver Krechel. Der Kapitän im Tor wehrte bis zur Pause bereits zehn Versuche der Gäste ab und hielt seine Farben damit einigermaßen im Spiel. Dessen ungeachtet war der Rückstand von 12:17 zur Pause gleichermaßen enttäuschend wie überraschend. Entsprechend deutlich wurde Trainer Maik Pallach bereits während der Partie an der Seitenlinie und mit Sicherheit auch in der Kabine.

So kamen die Eagles hochmotiviert und mit frischem Mut aus der Pause und wollten den Anschluss schnell herstellen. Das gelang zunächst nur bedingt, denn die Eagles hielten zwar den Rückstand im Bereich von vier oder fünf Toren, vermochten aber nicht, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Trotzdem steigerte sich das Team. Vor allem Carlos Marquis, der nach rund 40 Minuten in die Begegnung kam, zeigte immer wieder tolle Ideen, starke Anspiele und nicht zuletzt zwei schöne Tore. Auch das Spiel über die Außen funktionierte immer besser und so begann ab der Hälfte der zweiten Halbzeit der Rückstand langsam dahin zu schmelzen. Im Angriff agierte das Team jetzt konzentrierter und verwandelte die sich bietenden Chancen weit konsequenter. In der Defensive stand vor allem der Mittelblock jetzt besser und Oliver Krechel war der Fels in der Brandung. Insgesamt 20 Paraden zeigte der überragende Mann auf der Platte, wehrte nicht zuletzt auch einen Siebenmeter und einen Tempogegenstoß ab. So glichen die Eagles kurz vor dem Spielende aus und gingen sogar in Führung. Die Gäste antworteten und kamen zurück. 20 Sekunden vor dem Ende lagen die Eagles mit einem Tor in Führung (27:26) und Hanau kam nach einer Auszeit noch einmal in Ballbesitz. Die Krefelder Defensive musste den Wurf zulassen, doch Oliver Krechel war erneut zur Stelle und wehrte auch den Nachwurf ab und sicherte damit den Erfolg im wichtigen ersten Spiel.

„Schade, dass die Halle nicht voll ist. Das wäre natürlich ein Highlight gewesen. Wir waren in der ersten Halbzeit nicht wach. Oliver Krechel war überragend und hat uns im Spiel gehalten“, sagte Trainer Maik Pallach nach seinem Debütsieg in Krefeld.

HSG: Krechel, Schmidt – Milde (4), Basic (2), Schneider (2), Hahn (5), Schulz (2), Marquis (2), Braun, Schoenaker, Barwitzki (5/2), Brüren (2/1), Jagieniak (2), Srsen, Eberlein, Mircic