Mit einer verdienten 21:24 (7:12)-Niederlage beim TuS 04 Dansenberg kehrte die HSG Krefeld Niederrhein nach Krefeld zurück. Dabei zeigte die Abwehr eine starke Leistung, der Angriff aber verzweifelte fast über die komplette Spielzeit am überragenden Mann auf der Platte, Dansenberg-Torwart Kevin Klier. Die Eagles mussten in Kaiserslautern, wovon Dansenberg ein Stadtteil ist, auf Robin Schoenaker verzichten, der mit der Niederländischen Nationalmannschaft unterwegs war. Ansonsten konnte Coach Maik Pallach auf die „volle Kapelle“ zurückgreifen.

Die Eagles aber fanden schwer in die Partie lagen schnell mit 1:4 zurück. Zwar kamen sie mit zwei schnellen Toren wieder heran und zeigten fortan eine stabile Deckung, doch wann immer die Chance bestand, zum Ausgleich zu kommen, scheiterten sie mit freien Würfen am hervorragenden Klier im Tor der Gastgeber. Der ehemalige Bundesligatorwart führte sein Team und wehrte mehr als die Hälfte der auf ihn abgegebenen Würfe, inklusive eines Siebenmeters von KC Brüren, ab. Und auch das nötige Glück hatte der erfahrene Schlussmann, als Maik Schneider bei einem Tempogegenstoß nur den Pfosten traf. So wuchs der Rückstand bis zur 20. Minute auf vier Tore (4:8) an.

Der Zwischenstand zeigte: Die Abwehr stand – hochgerechnet ergäbe das 24 Gegentore und damit einen sehr guten Wert – der Angriff aber tat sich extrem schwer. Das blieb auch im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs so. Immer wieder scheiterten vor allem die Außen am überragenden Torhüter der Pfälzer. So wuchs der Rückstand kurz vor der Pause gar auf fünf Tore an (6:11, 28.). Und auch der letzte Versuch, erneut über Außen, Sekunden vor der Pausensirene wurde eine Beute des überragenden Pfälzer Torhüters. So ging es mit einem deutlichen 7:12-Rückstand für die Eagles in die Pause. Die Leistung in der Defensive machte dabei Hoffnung auf ein Comeback, die in der Offensive aber war bis zu diesem Zeitpunkt schlicht nicht genug für einen Erfolg gegen ein Spitzenteam wie Dansenberg.

Für das erste Highlight des zweiten Durchgangs sorgte dann Paul Skorupa, der jetzt für Lars Jagieniak am Kreis spielte. Ein weiterer Versuch über Außen schlug an die Latte und sprang in den Kreis. Der US-Nationalspieler hechtete hinein und schmetterte den Ball im Stil eines Volleyballers aus vielleicht drei Metern in die Maschen. Das Spiel schien jetzt etwas zu kippen, denn die Eagles kamen auf drei Treffer (10:13) heran. Die Chance, gar auf zwei zu verkürzen aber blieb durch einen technischen Fehler ungenutzt. Trotzdem, die Gäste wirkten jetzt präsenter und entschlossener und die Emotionen kehrten ins Team zurück. Doch die Fehler in der Offensive blieben und so gelang es nicht, wirklich heran zu kommen. Im Gegenteil, nach 39 Minuten wuchs der Rückstand wieder auf fünf Tore (11:16) an. Die Eagles wechselten gut 16 Minuten vor dem Spielende. Jascha Schmidt ersetzte nun den allerdings schuldlosen Oliver Krechel im Tor. Auf der Gegenseite aber blieb es dabei, dass vor allem die Außen schlicht an Klier verzweifelten. Speziell Mike Schulz probiere es immer wieder, setzte sich ein ums andere Mal stark durch, konnte den Schlussmann aber nur per Tempogegenstoß und damit aus der Mitte überwinden. Trotzdem blieben die Krefelder dran und kämpften. In der 55. Minute erzielte Mo Barwitzki das erste Tor von der Linksaußenposition für die Eagles. Die Gastgeber spielten jetzt aber clever die Zeit herunter und schlossen ihre Angriffe dennoch erfolgreich ab. So stand es eineinhalb Minuten vor dem Ende 23:20 für Dansenberg. Die Pfälzer trafen erneut und machten so eine Minute vor dem Ende den Deckel auf die Partie. Am Ende stand eine ob der vielen Fehler in der Offensive verdiente 21:24-Niederlage.

„Dansenberg hatte heute zwischen den Pfosten den entscheidenden Mann in Kevin Klier. Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit zu viele 100-Prozentige liegengelassen. Im zweiten Durchgang haben wir Dansenberg in der Abwehr vor große Probleme gestellt. Aber wir haben heute nicht genug an den Erfolg geglaubt und darum ist Dansenberg der verdiente Sieger“, bilanzierte ein enttäuschter Maik Pallach nach der Partie.

Dabei zeigten die Gelb-Schwarzen in der zweiten Halbzeit zwar eine klare Leistungssteigerung und erzielten immerhin 14 Treffer, für einen Erfolg aber reichte das nicht. Damit musste das Team von Maik Pallach die erste Niederlage in der Aufstiegsrunde hinnehmen. Trotzdem aber haben sie mit 5:3 Punkten weiterhin alles in der eigenen Hand. Nach einer freien Woche am kommenden Wochenende können sie im Heimspiel gegen Oppenweiler/Backnang am 13. Mai – je nach anderen Ergebnissen – dennoch den Sprung an die Tabellenspitze schaffen.

HSG: Krechel, Schmidt – Milde, Basic (1), Schneider (4), Hahn (1), Skorupa (3), Schulz (3), Marquis (1), Braun (1), Barwitzki, Brüren (3/3), Jagieniak (3), Srsen, Eberlein (1), Mircic