Der zweite Matchball der HSG Krefeld Niederrhein zur Playoffqualifikation soll sitzen. Wenn die Mannschaft von Maik Pallach am Donnerstag (Vatertag) um 17 Uhr (LIVE auf Sportdeutschland.tv) den HC Oppenweiler/Backnang empfängt, dann können die Eagles mit einem Sieg nicht nur letzte Zweifel an der Teilnahme an den Ausscheidungsspielen ausschließen, sie können sogar am Gast vorbei auf Rang eins der Tabelle springen und damit vor dem zweiten Spiel des Wochenendes (Sonntag, 15 Uhr bei der TSB Heilbronn-Horkheim) ordentlich Rückenwind aufnehmen. Personell kann der Übungsleiter der Gelb-Schwarzen aus dem Vollen schöpfen. Mit dabei ist auch wieder Robin Schoenaker.

Der Niederländische Nationalspieler hatte die Partie in Dansenberg wegen einer Berufung zur Nationalmannschaft verpasst. „Nach der erreichten Qualifikation zur Europameisterschaft kam er natürlich mit viel Selbstvertrauen zurück und verbreitet auch bei uns umso mehr Zuversicht und Optimismus. Er sprüht vor Tatendrang“, sagt Trainer Pallach, der sich nicht nur ehrlich für seinen Schützling freut, sondern auch den genannten Rückenwind in positive Energie für sein Team umsetzen will.

Dabei aber wird die Begegnung gegen den aktuellen Tabellenführer alles andere als ein Selbstläufer. „Oppenweiler ist eine sehr eingespielte und starke Mannschaft, die sehr gefährlich ist“, sagt der Eagles-Coach. Besonders warnt er vor Rückraum-Mittelmann Kevin Wolf. „Er ist zwar nicht der überragende Torschütze, aber ein hervorragender Spieler, der das ganze Spiel steuert und lenkt und dessen Kreise wir einengen müssen“, mahnt Pallach. Torgefahr sieht er vor allem von den Halbpositionen und vom Kreis. „Ruben Sigle und Timm Buck sind zwei ganz gefährliche Schützen, die ihre Stärken im Wurf, im Torabschluss, haben. Sie sind durch die Luft extrem gefährlich“, sagt er. Am Kreis gelte es, vor allem die physische Wucht der Schwaben zu stoppen. „Sie besitzen mit Tim Düren und Jakub Strýc zwei körperlich sehr starke und präsente Kreisläufer. Was Strýk am Kreis macht, das ringt schon Respekt ab. Er macht aus Halbchancen richtig gute Gelegenheiten und holt oft eine Doppelbestrafung – also Siebenmeter oder Tor und Zeitstrafe – heraus. Da müssen wir einen guten Flow finden“, mahnt der sportlich Verantwortliche. Unter ähnlichen Voraussetzung hatte speziell sein Mittelblock um Domagoj Srsen und Robin Schoenaker im vergangenen Heimspiel gegen Pfullingen deren Top-Kreisläufer fast vollständig aus dem Spiel genommen. Darauf soll das Team aufbauen. Wichtig ist für Pallach auch das Rückzugsverhalten nach Ballverlust. „Sie kennen nur eine Richtung: Nach Vorn. Da müssen wir bereit sein und schnell unsere Stabilität in der Deckung finden“, gibt er die Devise aus.

Gelingen diese Vorgaben ähnlich gut wie vor drei Wochen im vergangenen Heimspiel, dann könnte bereits am Abend die Playoffteilnahme gefeiert werden. Zuvor aber gilt es, konzentriert und mit geringer Fehlerquote zu agieren. Eine ähnlich hohe Zahl eigener Fehler und vergebener Topchancen wie in Dansenberg vor knapp zwei Wochen soll es nicht wieder geben. Dabei hilft fraglos auch die freie Woche, die nicht nur Regeneration brachte, sondern auch die Möglichkeit, im Training noch einmal hochkonzentriert zu arbeiten. Die Eagles sind, davon sind alle Verantwortlichen überzeugt, bereit für die Partie. Der zweite Matchball soll unbedingt verwandelt werden, um am Sonntag entspannt zu Schlusslicht Heilbronn zu fahren.