Das hatten sich die Verantwortlichen der Eagles fraglos anders vorgestellt: Nach zwei Niederlagen in den „Matchbällen“ um die Playoffqualifikation in Dansenberg und gegen Oppenweiler steht nun ein Endspiel für die Gelb-Schwarzen an. Am Sonntag um 15 Uhr (live auf Sportdeutschland.tv) geht es für die Mannschaft von Maik Pallach um alles: Mit einem Sieg bei der TSB Heilbronn-Horkheim könnten die Eagles aus eigener Kraft in die Endrunde einziehen. Eine Niederlage allerdings würde bedeuten, dass alles von den anderen Ergebnissen abhängt. Der Traum von Platz eins allerdings ist seit der Heimniederlage am Donnerstag endgültig ausgeträumt.

Der Gegner ist dabei ein Team, das fraglos gefährlicher ist, als die Tabellensituation auszudrücken scheint. Immerhin sind die angetretenen Teams durch die Bank die besten der dritten Liga. Und in der kurzen Saison der Aufstiegsrunde reichen zwei, drei schwache Spiele, um aus einem Aufstiegsaspiranten einen Tabellenletzten zu machen.

So kommt auch Pallach zu dem Urteil: „Heilbronn ist viel besser als der Tabellenstand. Sie sind eine eingespielte Mannschaft, die sich fraglos mehr vorgenommen hat, als vor dem letzten Spieltag zwei Punkte und keine Chance mehr auf die Playoffs zu haben“, bewertet er die Aufgabe. Dabei warnt er vor allem vor allem vor Rückraum-Mittelmann Felix Zeiler. Der traf im vergangenen Auftritt der Badener in Dansenberg ganze neunmal (sämtlich aus dem Feld). „Er ist ein physisch sehr starker Spieler, der auch das Spiel hervorragend lenkt, dabei aber auch viel Zug zum Tor hat“, mahnt Pallach.

Sein Team aber muss unabhängig von der Stärke des Gegners seine eigene Qualität auf den Platz bringen. Das war in den vergangenen beiden Spielen sicher nicht jedem Spieler in vollem Umfang gelungen. Das Team ist, anders als alle Gegner in der Gruppe, nicht über Jahre eingespielt, sondern wurde im Sommer komplett neu zusammengestellt. Darum fehlen offenkundig in manchen engen Situationen mannschaftsdynamische Prozesse, die bei anderen Teams der Staffel selbstverständlich greifen. Der Trainer urteilt: „Wir müssen, auch gegen das gute Tempospiel Heilbronns, den Schalter umlegen und uns vor alle in der Defensive deutlich steigern.“

Umso wichtiger ist es nun, dass die Mannschaft am Sonntag alles abruft, um am Ende zu jubeln und nicht nur die Playoffs zu erreichen, sondern sich dabei auch ein gutes Gefühl zu holen. Die Eagles sind bereit. Jetzt gilt es, die gute Ausgangssituation endlich final zu nutzen. Oder, wie es Pallach sagt: „Ich finde Endspiele sehr gut. Jetzt schauen wir, wie es wird.“