Immer näher rückt der Saisonauftakt der HSG Krefeld Niederrhein gegen TuSEM Essen II am Samstag um 19 Uhr. Und mit jeder Minute, die vergeht, steigt die Vorfreude bei Team und Umfeld weiter. Dabei ist der Gegner durchaus schwer einzuschätzen. „Ich habe sie ausgiebig auf Video analysiert und mir drei Spiele intensiv angesehen. Sie haben einen sehr breiten Kader, der vor allem im Rückraum sehr ballsicher ist und wenig technische Fehler macht“, sagt Trainer Maik Pallach. Dabei sei es aber nicht einfach, alle Komponenten einzuschätzen. „Sie haben gegen Teams getestet, deren Spieler ich zwar dem Namen nach, aber nicht persönlich kenne. Darum ist die Körperlichkeit sehr schwer einzuschätzen“, sagt der Übungsleiter über den Aufsteiger, der aber als zweite Mannschaft über technisch gut ausgebildete Jugendspieler des Zweitliga-Topteams verfügt, die an der Schwelle zum Profiteam stehen. „Außerdem ist bei so einem Team natürlich immer damit zu rechnen, dass ein, zwei oder mehr Spieler von oben runter kommen und mitspielen, zumal die HBL2 noch nicht spielt. Wir wollen aber so oder so unser Spiel machen“, befindet Pallach.

Zwei Akteure allerdings haben es ihm angetan: „Bei aller spielerischer Klasse, die beiden besten Spieler sind die Torhüter Arne Fuchs, der in der vergangenen Saison auch schon beim ersten Team Einsatzzeiten hatte, und Julian Borchert. Da müssen wir im Abschluss konzentriert sein“, mahnt der Coach. „Wir haben vor allem gegen Volmetal im Test viel liegengelassen. Das müssen wir jetzt besser machen. Allerdings ist klar zu sagen: Es war spürbar, dass etwas die Spannung nach den vielen Testspielen fehlte. Das ist jetzt im Training ganz anders“, sagt Pallach.

Am Donnerstag trainierte er dabei spezifisch Spielformen gegen den Essener Angriff. „Details werde ich natürlich nicht verraten, aber wir wollen sie vor einige schwierigere Aufgaben stellen. Außerdem haben wir weiter an unserem Tempospiel gearbeitet. Ich denke, mit diesem werden wir vielen Gegnern große Probleme machen“, vermutet der Übungsleiter.

Ein Spieler wird übrigens ganz besonders motiviert sein: Torhüter Sven Bartmann, der unlängst Vater einer gesunden Tochter wurde. „Er ist jetzt gerade heute aus dem Krankenhaus gekommen. Darum hat er diese Woche noch nicht trainiert. Aber aus diesem Grund ist das natürlich toll“, sagt Pallach. Entsprechend steht der erfahrene Schlussmann voll zur Verfügung. An dieser Stelle auch noch einmal ein herzlicher Glückwunsch an ihn und seine Frau Katharina.

Auch sonst melden die Eagles unmittelbar vor dem Start: „Alle Mann an Bord.“ Die Trainingssteuerung hat perfekt funktioniert. Kleinere Probleme, wegen derer einige Spieler in der Vorbereitung hier und da geschont wurden, sind auskuriert. Jetzt heißt es: Volle Konzentration auf Samstag – idealerweise mit einer tollen Kulisse. Karten sind noch verfügbar und können auf allen Kanälen erworben werden.