Wenn am Samstag um 18 Uhr die HSG Krefeld Niederrhein beim VfL Gummersbach II antritt, dann wollen die Gäste vom Niederrhein ihre blütenweiße Weste in der noch jungen Saison der 3. Handballiga behalten. Das aber wird eine durchaus schwere Aufgabe, denn die Reserve des Traditionsteams ist durchaus nicht zu unterschätzen. „Gummersbach ist eine sehr, sehr unangenehme Mannschaft, die ein aggressives 5-1 in der Deckung spielt. Dabei ist die zentrale Person Tom Kiesler, der auch schon seine regelmäßigen Einsatzzeiten in der zweiten Liga bekommen hat. Dort ist er ein super Abwehrspieler geworden, der in jedem Fall ein Faktor für das Team, gerade was die Stabilität der Abwehr, ist“, mahnt Maik Pallach, der Trainer der Eagles.

Für sein Team hat er ausreichend Videomaterial gesammelt, um seine Warnungen vor dem vermeintlichen Underdog zu untermauern. „In den ersten beiden Spielen hat der VfL in Longerich einen Aufstiegsaspiranten geschlagen und auch Leichlingen auswärts das Leben extrem schwer gemacht“, fügt der Coach hinzu. Er sieht für sein Team vor allem im Rückzugsverhalten eine große Herausforderung. „Gummersbach überzeugt vor allem durch Tempohandball. Was sie gegen Longerich und Leichlingen an läuferischer Qualität an den Tag gelegt haben, ist schon beeindruckend“, analysiert Pallach. Hier müsse seine Mannschaft sich haarklein an taktische Vorgaben halten und große Disziplin und Arbeitsbereitschaft zeigen. Allerdings ist Pallach auch davon überzeugt, dass seine Spieler dazu in der Lage sind. „Wir wollen und werden hier in jedem Fall unsere Qualitäten in die Waagschale werfen“, stellt er klar.

Neben dem erwähnten Kiesler sieht der Eagels-Trainer auch Julius Fanger als zentralen Mann im System des Gegner an. „Auch er spielt immer wieder in der ersten Mannschaft und hat, genau wie Kiesler, absolut gehobenes Drittliga-Niveau“, sagt er. Beide Spieler gelte es, so zu kontrollieren, wie das dem TV Leichlingen gelang, der sie zusammen bei sechs Treffern, davon einer per Siebenmeter, hielt. Zugleich aber zeigt die Statistik der Siebenmeter auch nochmals, wie gefährlich der Gegner sein kann, denn gegen Leichlingen vergab der VfL den Sieg beim knappen 27:29 vor allem vom Punkt. Gleich sieben Versuche bei Strafwürfen blieben ungenutzt – bei immerhin 18 Versuchen. Hier gilt es fraglos, disziplinierter in der Defensive zu sein, als der TVL. 

Die ganz große Stärke des VfL aber sei die Eingespieltheit. „Viele wissen gar nicht, dass der Jahrgang 2001, 02 und 03 fast seit der C-Jugend in dieser Konstellation zusammen trainiert und spielt. Gerade die Achse Fanger/Keil hat schon in der C-Jugend geglänzt. Das sieht man immer wieder, dass da in der Kleingruppe ein blindes Verständnis herrscht. Sei es in der Kooperation über den Boden oder auch immer wieder der Unterstützung vom Kreis für den Rückraum. Auch hier wollen und werden wir einen Schwerpunkt legen“, sagt Pallach.

Die Eagles wollen in jedem Fall konzentriert an die Partie heran gehen und ohne Angst, aber mit dem notwendigen Respekt und einer großen Seriösität die nächsten Punkte einfahren. Weiterhin kann der Eagles-Trainer beim Projekt „Dritter Saisonsieg“ auf seinen vollen Kader zurückgreifen. Und der bietet mit Spielern wie Sven Bartmann oder Lasse Hasenforther im Tor, einem stabilen Mittelblock und gefährlichen Angreifern von Spielmacher Merten Krings über Scharfschätze KC Brüren bis zu den sehr torgefährlichen Außen viel Qualiät. Die Eagles erwarten einmal mehr ein spannendes Spiel, das Fans wie gewohnt über die Plattform Sportdeutschland.tv verfolgen können.