Gestützt auf einen einmal mehr hervorragenden Sven Bartmann im Tor entschied die HSG Krefeld Niederrhein das, trotz des frühen Saisonzeitpunktes, Topspiel des vierten Spieltags gegen die Bergischen Panther vor 516 Zuschauern klar mit 32:27 (17:12) für sich. Beide Teams waren verlustpunktfrei in die Partie gegangen, so dass die Tabelle ein Spiel auf Augenhöhe andeutete. Andererseits zeigte der klare Zehn-Tore-Erfolg der Vorbereitung, dass die Eagles wissen, wie der Gegner zu schlagen ist. Das setzten sie denn auch in den 60 Minuten im ENNI-Sportpark in Moers, wo zum allerersten Mal ein Pflichtspiel stattfand, um.

Obwohl die Eagles offensiv erneut mit einigen Fehlwürfen in die Partei starteten, legten sie gleich mit 5:0 gut los, denn Torwart Sven Bartmann startete mit sechs Paraden in den ersten sechs Angriffen gleich überragend in das Match. So nahmen die Panther bereits nach 7:27 Minuten ihre erste Auszeit. Danach aber gestaltete der Gegner das Spiel ausgeglichen und kam bis Minute 14 auf 8:5 heran.

Die Eagles aber ließen sich nicht beirren und bauten schnell wieder den fünf-Tore-Vorspurng auf. In der 23. Minute stand es gar 14:8 und damit waren es sogar sechs Treffer Vorsprung. Der Gast aber ließ sich nicht endgültig abschütteln. Die Panther kämpften und kamen in der 28. wieder auf 15:11 heran. Den Anschluss, auf drei Tore zu verkürzen, verhinderte dann einmal mehr der überragende Bartmann mit einer starken Parade. Die Eagles nutzten die Situation und stellten eiskalt auf 16:11. Zwei weitere Tore später – je eins auf beiden Seiten – ging es mit 17:12 in die Pause.

Der Start in den zweiten Durchgang war dann durchaus wild. Die Hausherren begannen mit einem 2:0-Lauf, den die Panther ihrerseits mit einem 3:0-Lauf beantworteten, auf den wiederum die Eagles mit zwei schnellen Treffern antworteten. Danach wurde es wieder etwas ruhiger, immer wieder stand aber der überragende Bartmann als Fels in der Brandung und so stand es nach 40 Minuten 22:17. Damit hatte der Fünf-Tore-Vorsprung aus Minute Acht weiter Bestand. Das Spiel war jetzt etwas zerfahren, aber die Eagles nutzten schwache Abschlüsse auf beiden Seiten etwas besser. So bauten sie den Vorsprung bis zur 44. auf sieben Tore (24:17) aus. Die Hausherren wurden jetzt aber etwas fahrlässig und vergaben einige klare Würfe in Serie. Dabei hatten sie Glück, dass die Panther ihrerseits ihre Angriffe nicht immer klar zu Ende spielten. So stand es vier Minuten später zwar noch 25:19, die Gäste hätten aber durchaus die Gelegenheit gehabt, deutlicher zu verkürzen. In der Folge aber bekamen die Gastgeber ihr Tempospiel immer besser in die Partie und zogen mehr als vorentscheidend auf 29:20 davon. Den Gästen ging jetzt, speziell in der Rückwärtsbewegung spürbar, die Kraft aus. Trainer Maik Pallach wechselte durch und gab Nick Braun, der für die belgische Nationalmannschaft erneut nominiert ist, oder Tim Schnalle Spielzeit, die bis dato auf der Bank gesessen hatten. Sie fügten sich gut ins Geschehen ein, wenn auch der Vorsprung durch einige technische Fehler noch etwas schmolz. Am Ende stand ein deutlicher 32:27-Erfolg für die Hausherren.

Die festigen damit ihren Platz an der Tabellenspitze, während sie einen punktgleichen Konkurrenten distanzierten. Da zugleich der SC Longerich gegen GSV Eintracht Baunatal siegte, sprangen die Eagles auf Platz Zwei und nur noch zwei weitere Teams haben die Weiße Weste.

Trainer Pallach war nach der Partie erwartungsgemäß insgesamt zufrieden, wenn er auch einige Kritikpunkte sah: „Wir hatten einen super Start, haben danach aber einige Fehler gemacht, die mir nicht so gefallen haben. Dennoch geht der Sieg in der Höhe in Ordnung und wir sind froh, weiter an der Tabellenspitze zu stehen und unsere weiße Weste weiter zu halten“, sagte der Übungsleiter. Für die Krefelder geht es nun am kommenden Samstag nach Baunatal, ehe eine Woche darauf, am 9. Oktober, der TuS Opladen zu Gast in der Glockenspitzhalle ist.

HSG: Hasenforther, Bartmann – Krings (4), Schnalle, Juric, Schneider (2), Noll (2), Hahn (3), Molz (3), Schulz (3), Braun (1), Brüren (4/1), Jagieniak (5), Obranovic (4/3), Mircic (1)