Wenn am Samstag um 19 Uhr in der Glockenspitzhalle die HSG Krefeld Niederrhein auf den TuS Opladen trifft, dann ist es das absolute Spitzenspiel der 3. Liga Gruppe D. Beide Teams starteten mit je fünf weitgehend souveränen Siegen in die Saison und stehen gemeinsam mit den ebenfalls noch verlustpunktfreien SGSH Dragons an der Spitze der Tabelle. Dabei haben die Eagles etwas mehr Tore geschossen, als der Gegner vom Samstag, dafür aber auch mehr kassiert und stehen deshalb mit einer um zwei Tore schlechteren Tordifferenz aktuell auf Rang drei.

„Es ist jetzt das erste richtige Spitzenspiel der Saison. Beide Teams sind hervorragend gestartet und stehen verdient bei 10:0 Punkten. Es wird eine richtig große Herausforderung, für die wir alle Unterstützung, auch von den Rängen, brauchen werden“, sagt Eagles-Trainer Maik Pallach. Er sieht im Gegner vor allem ein Team der Mentalität. „Die Videos, die ich gesichtet habe, haben mich echt beeindruckt. Sie haben eine hohe Emotionalität, hohe Bereitschaft, in die Zweikämpfe zu gehen und im Rückzugsverhalten viel zu investieren“, beschreibt der Übungsleiter seine Erkenntnisse.

Auch die Mannschaftliche Geschlossenheit und die gegenseitige Unterstützung betont Pallach beim Gegner. Auch Rückschläge würden das Team nicht aus der Bahn werfen. Und so kommt er zu dem Schluss: „Es ist absolut verdient, dass das Team da oben steht!“

Entsprechend erwartet der Trainer eine schwere Aufgabe. „Ich sehe Opladen im Moment als sehr große Herausforderung und einen Gegner, der uns alles abverlangen wird“, sagt der Eagles-Trainer. Er analysiert, dass der Gegner sehr unterschiedliche Setups habe. „Sie haben eine eher kleinere, sehr ballsichere Garde um André Boelken und Markus Sonnenberg. Gleichzeitig haben sie aber auch große Spieler in ihren Reihen, die sehr gefährlich durch die Luft sind. Namentlich zum Beispiel Marius Anger und Maurice Meurer“, sagt Pallach. Entsprechend schwer sei das Team auszurechnen.

Ein besonderes Schmankerl bietet die Partie dabei am Kreis, denn es kommt zum Bruderduell von Lars Jagieniak in Gelb-Schwarz und seinem Bruder Jan bei den Gästen. „Allerdings muss man sagen, dass Lars bei uns mittlerweile eine hervorragende Rolle spielt. Er macht Tore, holt Siebenmeter, spielt stark in der Abwehr… er drückt unserem Team schon seinen Stempel auf“, sagt Pallach. Insgesamt gehen auch die Eagles mit guten Leistungen und viel Selbstvertrauen ins Spiel. Spielmacher Merten Krings ist immer in der Lage, ein Spiel zu entscheiden. Der erwähnte Jagieniak spielt ebenso stark, wie beide Goalies und auch über Außen entwickelt das Team Gefahr. Die Zuschauer erwartet also ein heißes Spiel auf vermutlich deutlich gehobenem Drittliga-Niveau. Entsprechend groß ist die Hoffnung Pallachs auf ein großes und lautstarkes Publikum. „Ich denke, das Spiel verdient eine angemessene Kulisse und eine gute Stimmung kann in solchen Partien den Unterschied ausmachen“, wirbt der Trainer um viele Zuschauer.