Die HSG Krefeld-Niederrhein hat den ersten Punktverlust der Saison wegzustecken. Im Topspiel Zweiter gegen Erster unterlag das Team am Ende relativ klar mit 26:32 (12:16). Dabei waren die Voraussetzungen vor der Partie gut gewesen. Die Eagles meldeten: Alle Mann an Bord und gingen nach fünf Siegen in Folge durchaus selbstbewusst ins Spiel.

Der aufgrund des Heimrechts leicht favorisierte Tabellenzweite aber spielte zu Beginn immer wieder gefährlich über den Kreis. Die von Trainer Maik Pallach explizit gelobte Flügelzange kam in der Anfangsphase nicht richtig zur Geltung. Beide Teams leisteten sich insgesamt viele Fehlwürfe in der Anfangsviertelstunde, wobei die Eagles schlicht mehr Fehler machten, als die Dragons. So trotzte der Gastgeber einer starken Leistung von Sven Bartmann und führte nach besagter Viertelstunde mit 6:4. Etwa ab der 20. Minute agierten die Dragons dann zielstrebiger, während die Gäste weiter viele Fehler machte. So wuchs der Rückstand bis zur 26. Minute auf 8:14 an. Immerhin rissen sich die Gelb-Schwarzen noch einmal zusammen und kamen 20 Sekunden vor der Pause auf 12:15 heran, doch mit der Pausensirene trafen die Dragons zum vergleichsweise klaren 16:12-Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel agierten die Teams dann zunächst auf Augenhöhe. Bei den Eagles stand jetzt Lasse Hasenforther im Tor. Für das erste echte Highlight des Tages sorgte in der 37. Minute der Schalksmühler Philipp Dommermuth. Am Kreis angespielt wurde er gehalten, sprang dennoch in Richtung Tor und versenkte mit einem Drehwurf hinter dem eigenen Rücken, wie beim Beach-Handball, zum 20:15-Zwischenstand. Die Eagles aber arbeiteten und kamen in der 41. Minute auf 19:21 heran. Eine Minute später war Toni Juric gar zum 20:21 erfolgreich und die Eagles waren endlich wieder dran. Die Chance zum Ausgleich wenig später aber blieb ungenutzt und so stand es eine Viertelstunde vor Schluss wieder 23:20. In der 47. dann traf der SGSH-Linksauen Tobias Schetters Hasenforther bei einem Siebenmeter am Kopf und wurde von den Schiedsrichtern folgerichtig mit roter Karte des Feldes verwiesen. Die Gäste nutzten die Aufregung, um den 22:23-Anschluss herzustellen. Diesmal gelang der Ausgleich. Maik Schneider vollendete zum 23:23. Die Dragons aber antworteten mit zwei schnellen Treffern. Besonders bitter dann eine Situation in der 55.: Die Eagles spielten Maik Schulz perfekt frei und der Auen traf mit einem tollen Lupfer, doch gerade, als der Ball in der Luft war, ertönte die Sirene für eine Auszeit. Pallach reklamierte, die Karte nicht gelegt zu haben, doch es blieb dabei, dass das Tor nicht zählte. Im zweiten Versuch scheiterten die Eagles. So zogen die Dragons wenig später vorentscheidend auf 29:25 davon. Die Eagles konnten nicht mehr kontern und am Ende stand ein klarer 32:26-Erfolg für die Hausherren.

Für HSG-Coach Pallach war es ein gebrauchter Tag seines Teams. Entsprechend kurz angebunden reagierte er nach der Partie: „Es ist ein verdienter Erfolg der Dragons, da gibt es keine Diskussion“, gab er zu Protokoll. Weitere Analysen werden dann unter der Woche folgen. Damit mussten die Eagles nun als letztes Team der Staffel Punkte lassen und rutschten in der Tabelle hinter die punktgleichen Dragons zurück. Weiter geht es am kommenden Freitag um 20 Uhr mit einem Heimspiel gegen den Leichlinger TV.

HSG: Hasenforther, Bartmann (1) – Krings (5), Schnalle, Juric (3), Schneider (3), Noll, Molz, Schulz (6/2), Braun, Brüren (2), Jagieniak (1), Obranovic (4), Mircic (1)