Wenn am Sonntag um 16 Uhr die HSG Krefeld Niederrhein in heimischer Glockenspitzhalle den TuS Volmetal empfängt, dann sind die Vorzeichen klar: Der Tabellenerste empfängt das Schlusslicht, der zweitbeste Angriff der Liga trifft auf den drittschwächsten, die drittbeste Defensive erwartet die durchlässigste Abwehrreihe. Und auch der abschließende Test vor der Saison deutet die Kräfteverhältnisse an: Die Eagles fegten seinerzeit den TuS an gleicher Stelle mit einer beeindruckenden Offensive und 41:29 von der Platte. Eine reine Pflichtaufgabe also für die Mannen von Maik Pallach? Mitnichten, mahnt der Übungsleiter. „Was ich von ihnen gesehen habe zeigt, dass sie eine gute Spielidee haben. Ich denke, Trainer Marc Roda steuert das dort gut an, sie haben in Über- und Unterzahl Ideen und zwei verschiedene Abwehrsysteme.

Damit wird es sicherlich kein Selbstläufer. Natürlich erwarten wir auch von uns selber einen Sieg. Aber wenn jeder einen hohen Erfolg von uns erwartet, so müssen die Spieler trotzdem fokussiert sein und die Aufgabe seriös angehen“, mahnt Pallach. Bestätigt wird der dabei vom letzten Auftritt der Gäste vor der Pause, als der Gegner beim wiedererstarkten Longericher SC, der nach schwachem Saisonstart zuletzt den Anschluss an die Spitzengruppe herstellte, nur durch einen Treffer sechs Sekunden vor dem Ende knapp mit 33:34 unterlag.

Die gesundheitlichen Probleme der vergangenen Wochen liegen dabei hinter dem Team der Eagles. Die Grippewelle ist aus der Kabine verbannt worden und das Team kann, Stand jetzt, in Bestbesetzung in die Partie gehen. „Die Woche individuelle Arbeit hat uns sehr gut getan, so dass wir jetzt wieder alle Mann an Bord haben“, sagt Pallach, der selbst noch leicht verschnupft ist, ansonsten aber den eigenen grippalen Infekt ebenfalls überstanden hat. Mit entsprechend großer Motivation wollen die Eagles demgemäß in die anstehenden Aufgaben gehen. „Mit zwei Siegen gegen die beiden Schlusslichter Volmetal und Gensungen wollen wir die Hinrunde nun abrunden. Gelingt das, haben wir eine sehr gute Hinrunde gespielt. Das heißt aber erst einmal wenig, denn es geht sofort weiter und wir müssen weiter fokussiert bleiben“, schreibt der Trainer seinem Team ins Stammbuch.

Auch hofft er auf eine gute Zuschauerzahl. „Auch wenn das Infektionsgeschehen sicher nicht so ist, wie wir uns das alle wünschen, hoffe ich, dass wir viele Fans in der Halle haben. Das ist ganz wichtig für die Atmosphäre und den Fokus der Spieler. Außerdem hoffen wir alle, dass zwischen Spieler und Fans etwas entsteht, eine besondere Verbindung, die dann in den ganz engen Spielen der Aufstiegsrunde ein Pfund für uns sein kann“, sagt er. Das ausgefeilte Hygienekonzept der Eagles und die 3-G-Regeln sollten auch dafür sorgen, dass der Besuch der Partie selbst bei höheren Besucherzahlen sicher und unbeschwert ist.