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Im Heimspiel gegen die SG BBM Bietigheim musste die dezimierte HSG Krefeld ohne sechs Stammspieler eine weitere Niederlage hinnehmen und unterlag trotz über weite Strecken kämpferisch guter Leistung am Ende klar mit 19:26 (8:17). Dabei gelang es aber zumindest, die zweite Halbzeit für sich zu entscheiden, was angesichts von nur drei Auswechselspielern durchaus bemerkenswert ist und für den Charakter der Mannschaft spricht.

Die Partie gegen den Bundesligaabsteiger rund um Weltmeister und Championsleague-Sieger Michael „Mimi“ Kraus ging die HSG mit prominenter Unterstützung an. Neben Ringer-Weltmeisterin Aline Focken, die vor dem Spiel von Geschäftsführer André Schicks geehrt und mit Trikot und Schal fangerecht ausgestattet wurde, waren auch Spitzenjockey André Best und der ehemalige Basketball-Bundestrainer Dirk Bauermann zu Gast und unterstützten das Team. Selbiges taten auch die allermeisten der tollen Kulisse von 1.272 Zuschauern – Saisonrekord. Unter den Fans waren auch 450 Schüler, die mit ihren Teams die Krefelder Schulsportmeisterschaften der unterschiedlichen Mannschaftssportarten gewonnen hatten.

Doch trotz der großen Unterstützung legte der Gast gleich ganz souverän los und ging gleich in Führung. Die Eagles aber blieben zunächst dran und gestalten das Spiel bis zur Hälfte der ersten Halbzeit ausgeglichen. Nach 15 Minuten stand es 4:6. Dann aber leisteten sich die Gastgeber zu viele Fehler im Angriff, die zu schnellen Angriffen des Bundesligaabsteigers führten und so einfache Tore in der ersten und zweiten Welle einbrachten. So wuchs der Rückstand immer mehr an und zur Halbzeit war das Spiel mit 8:17 bereits vorentschieden. Die Eagles nahmen sich in der Halbzeit vor, ihrer guten Kulisse noch einmal viel Kampf zu bieten und sich nicht aufzugeben. Das gelang auch aufgrund einer starken Leistung von Henrik Schiffmann, der nicht nur vom Siebenmeterpunkt lange Zeit sehr sicher war, sondern auch aus dem Feld immer wieder traf und mit sechs Toren bester Werfer der Eagles und gleichauf mit Bietigheims Christian Schäfer auch bester Werfer auf der Platte wurde. Am Endergebnis einer Niederlage änderte dies freilich nichts, trotzdem aber hielt es die Niederlage in einer erträglichen Höhe. Bemerkenswert aus Krefelder Sicht auch der erste Zweitligatreffer von Jonas Vonnahme, der diesem auch gleich zwei weitere Torerfolge folgen ließ und insgesamt ebenfalls eine gute Partie bot. Die Leistung der zweiten Halbzeit macht durchaus Mut, wobei unter dem Strich festzuhalten ist, dass bei den aktuellen personellen Engpässen natürlich auch die kommenden Spiele sehr schwer werden.

Eine ganz besondere Aktion gab es dann nach dem Spiel: Ein Krefelder Fan feierte am Tag ihren Geburtstag und ihr Mann hatte die SG BBM Bietigheim im Vorfeld angeschrieben, so dass Michael Kraus nach der Partie den Geburtstagsstrauß übergab. Eine tolle Aktion des früheren Nationalspielers!

Für die HSG Krefeld heißt es nun, die Wunden zu lecken, ehe es unter der Woche, am Mittwoch um 19.15 Uhr, bei Topteam ASV Hamm die nächste schwere Aufgabe zu bewältigen gilt.

HSG: Stammer, Toth – Schiffman (6/3), Wöstmann (2), Cutura (1), Janus, Roosna (1), Vonnahme (3), Luciano (2), Gentges, Ciupinski (4)

Mit dem Spiel gegen die SG BBM Bietigheim stehen die Krefeld am Freitag um 20 Uhr vor der nächsten ganz schweren Aufgabe. Die Krefelder haben es dabei nicht nur mit dem wohl profiliertesten Spieler der Liga, ex-Nationalspieler Michael „Mimi“-Kraus zu tun. Der 36-Jährige wurde mit dem Deutschen Nationalteam Weltmeister und holte die Championsleague mit dem HSV Hamburg. „Es ist natürlich eine tolle, interessante Aufgabe, gegen einen solchen Spieler zu spielen. Mimi hat im Handball jeden denkbaren Titel außer der Europameisterschaft gewonnen. Das gibt dem Spiel natürlich einen besonderen Reiz und auch für die Fans ist es natürlich eine tolle Sache“, sagt Eagles-Co-Trainer Felix Linden.

Dabei wäre es aber sportlich gesehen ein Fehler, sich nur auf Kraus zu konzentrieren, denn der Bundesliga-Absteiger hat auch weitere starke Spieler in seinem Kader. So sind beispielsweise die Toptorjäger Christian Schäfer (Rechtsaußen, 44 Tore) und Jonas Links (Rückraum Mitte, 41 Tore) jederzeit zu beachten. Bemerkenswert dabei: Link schoss seine Tore sämtlich aus dem Spiel heraus und hat überdies mit 26 Assists die meisten des Teams. Damit liegt er auf Platz 11 der Vorlagengeber und hat die 15.-meisten Tore der Liga aus dem Feld heraus erzielt. Und das bei einem Spieler, der sich mit besagtem Mimi Kraus die Spielzeit auf seiner Position teilt. 

Nicht nur das zeigt: Die Aufgabe wird eine ganz schwere und umso wichtiger wird für die dezimierten Eagles die Unterstützung der Fans sein. „Die Fans sind eine große Unterstützung. Sie geben uns gerade in den Heimspielen, wenn es sehr viele sind, den Extra-Push. Wir versuchen alles rauszuholen und dafür brauchen wir auch unsere Fans“, sagt Defensiv-Spezialist Jonas Vonnahme.

Die Verletztenliste hat dabei noch einmal einen Zugang bekommen. Neben den Langzeitverletzten Sebastian Schöneseiffen (Schulter) und Max Zimmermann (Knie), sowie den schon in Hüttenberg ausgefallenen KC Brüren (Oberschenkel), Toni Sario (Fuß) und Felix Jaeger (Rücken) kommt jetzt auch noch Außen Mike Schulz. Bei ihm steht noch eine MRT-Untersuchung des Fußes aus. Noch ist nicht klar, wie groß die Schäden wirklich sind, aber er wird in jedem Falle mehrere Wochen fehlen.

Unterstützt werden die Eagles am Freitag auch von mehreren prominenten Beobachtern. Vor dem Spiel findet die Ehrung der Schulsport-Mannschaftsmeister statt. Deshalb ist Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer in der Halle. Auch die 2014er Weltmeisterin im Ringen, Aline Focken, wird das Team unterstützen und auch an der Ehrung teilnehmen. Weiterhin sagte sich in Andre Best einer der besten Jockeys Deutschlands an. Bisher feierte er über 1.100 Siege. Bereits gegen Dormagen war er in der Halle. „Wir hoffen natürlich, dass er diese Qualität als Glücksbringer auch am Freitag einbringen kann“, sagt Linden augenzwinkernd.

Bereits jetzt zeichnet sich eine große Kulisse ab. Schon im Vorverkauf wurden rund 1000 Tickets abgesetzt. Damit freuen sich die Eagles auf einen tollen Abend mit guter Stimmung.

Das stark ersatzgeschwächte Team der HSG Krefeld war am heutigen Samstagabend beim TV Hüttenberg am Ende chancenlos und unterlag mit 19:31 (11:14). Dabei hielt die Mannschaft von Arnar Gunnarsson ohne fünf Ausfälle (Sebastian Schöneseiffen, Max Zimmermann, KC Brüren, Toni Sario und Felix Jaeger) bis zur 40. Minute sehr gut mit, musste dann aber dem Kräfte- und Qualitätsverschleiß Tribut zollen, zumal sich auch Mike Schulz im ersten Durchgang den Fuß umschlug und verletzt von der Platte musste.

Das Spiel sah zunächst Eagles, die, ungewohnt in dieser Spielzeit, sehr gut aus der Kabine kamen und gleich mit zwei Treffern in Führung gingen. Danach aber folgte, was so oft in dieser Spielzeit passiert: Ein 0:5-Lauf und schon hieß es für die Gäste wieder, einem Rückstand hinterher zu laufen. In der 22. Minute dann der nächste Schock, denn beim Stand von 8:11 knickte Mike Schulz bei einem Sprungwurf im Absprung um, da er den Gegner auf den Fuß stieg, und musste das Spielfeld verlassen. Den fälligen Siebenmeter, für den nun in KC Brüren und eben Schulz die beiden etatmäßigen Schützen ausfielen, warf Dorian Wöstmann, scheiterte aber am Torwart. Die Eagles aber gaben nicht auf und kamen durch zwei schnelle Tore zum 10:11. Plötzlich war das Spiel wieder offen. Das sprichwörtlich letzte Krefelder Aufgebot kämpfte und blieb dran, doch eine Unterzahl kurz vor der Pause sorgte dennoch für den 11:14-Pausenstand aus Gästesicht.

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste im Spiel und ließen sich auch durch unglückliche Aktionen wie einen Wechselfehler bei eigenem Ballbesitz, der nicht nur diesen kostete, sondern auch zwei Minuten bedeutete, nicht zurückwerfen. Immer wieder beantworteten sie die Treffer der Hausherren und zeigten jetzt vor allem eine sehr gute Abwehrleistung. Doch ab der 40. Minute folgte wieder eine der für die Eagles in dieser Saison leider so typischen Schwächephasen und sie gerieten, anstatt bei eigenem Ballbesitz auf zwei Treffer zu verkürzen, aufgrund einiger technischer Fehler und schwacher Abschlüsse, darunter auch ein weiterer verworfener Siebenmeter, mit 15:21 in Rückstand. Der ersatzgeschwächten Gästen gingen nun spürbar die Kräfte und, ohne ihre besten Werfer wie Brüren oder Sario, auch etwas die Mittel aus. So begann Hüttenberg hier und da auch zu zaubern und traf mit schön anzusehenden Toren. Für ein Krefelder Highlight sorgte gut fünf Minuten vor dem Ende Dominic Luicano, der, stark bedrängt mit einem tollen Heber das zwischenzeitliche 18:28 herstellte. Eine Minute vor Schluss sorgte ein ungenutzter Tempogegenstoß dafür, dass die Eagles auch das kleine Ziel, die 20-Tore-Marke zu knacken, nicht erreichten und so endete das Spiel mit 19:31.

Damit treten die Schwarz-Gelben mit einer weiteren bitteren Pleite die Heimreise an. Allerdings bleibt an diesem Abend festzuhalten, dass die hohe Niederlage vor allem den vielen Ausfällen und dem folgenden Kräfteverschleiß geschuldet ist. Es bleibt zu hoffen, dass zum kommenden Spieltag am Freitag in der Glockenspitzhalle gegen Bietigheim wenigstens ein oder zwei der verletzten Spieler wieder einsatzbereit sind.

HSG: Stammer, Toth, Keutmann – Schiffmann (2/1), Wöstmann (2), Cutura (1), Janus (1), Roosna (3/1), Vonnahme, Luciano (3), Gentges (2), Schulz (3), Ciupinski (2)

Wenn am Samstag um 19.30 Uhr die HSG Krefeld beim TV Hüttenberg antritt, dann ist das für die Eagles ein ganz wichtiges Spiel. Immerhin liegt der Gegner aktuell auf dem Relegationsplatz 16, der auch für die Schwarz-Gelben das Ziel am Ende der Saison ist. Allerdings erfuhren die Ambitionen der Mannen von Arnar Gunnarsson, Zählbares aus Hessen mitzubringen, unter der Woche einige herbe Rückschläge. Denn neben den immer noch ausfallenden Langzeitverletzten Sebastian Schöneseiffen (Schulter) und Max Zimmermann (Knie) meldeten sich nun auch Toni Sario (Fuß), Felix Jaeger (Rücken) und Toptorschütze Kevin-Christopher Brüren (Oberschenkel) verletzt ab. Bei allen dreien besteht praktisch keine Hoffnung auf einen Einsatz und sei drohen sogar für die Begegnung gegen Bietigheim am kommenden Freitag in der Glockenspitzhalle auszufallen.

Trotz der mehr als ungünstigen personellen Lage aber wollen die Eagles gegen den Konkurrenten im Kampf um den Klassenverbleib alles in die Waagschale werfen und zeigen, dass sie auch unter widrigen Bedingungen mithalten können. Zusätzlich erschwert wird die Aufgabe dadurch, dass Hüttenberg fünf seiner sieben Punkte auf heimischer Platte geholt und hier eine ausgeglichen Bilanz vorzuweisen hat. Die Heimstärke der Hessen musste sogar Coburg, punktgleich mit TuSEM Essen Tabellenführer, erfahren und unterlag am 5. Spieltag mit 22:23. Obendrein feierte der Gegner der Krefelder am vergangenen Wochenende beim 30:28 in Ferndorf auch den ersten Sieg in fremder Halle in dieser Spielzeit. 

„Ich will meine Jungs mit Disziplin spielen sehen. Wir müssen aggressiv in die Zweikämpfe gehen und dürfen uns keine dummen Strafen erlauben. Nach vorn müssen wir versuchen, so oft wie möglich zu einfachen, schnellen Toren zu kommen“, gibt Trainer Gunnarsson als Vorgabe. Ob das angesichts eines heimstarken Gegners und der personellen Situation reicht, bleibt abzuwarten. Aufgeben jedenfalls werden die Eagles in keinem Fall. Im Sport ist es schon oft vorgekommen, dass Mannschaften gerade in einer schwierigen Personalsituation die Extra-Motivation gefunden und einen favorisierten Gegner überrascht haben. Auf diesen Effekt hoffen am Samstag auch die Schwarz-Gelben und wollen mit Zählbarem aus Hüttenberg heimkehren. Der Glaube, das leisten zu können, ist ungebrochen.

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Das nächste Heimspiel:

Saison 2019/2020:

Sa. 14.12.2019 19:00 Uhr

HSG Krefeld vs. HSG Konstanz
Glockenspitzhalle

[TICKETS]

Öffnung der Kassen 90 Minuten vor Spielbeginn!

 

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